Aktuelle Informationen zum Trinkwasser

Nachdem die Stadtwerke Warendorf Mitte Oktober bei einer routinemäßigen Wasseruntersuchung eine bakteriologische Auffälligkeit feststellten und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt umgehend eine Schutzchlorung des Trinkwassers einleiteten, ist die eigentliche Ursache noch nicht ausgemacht.

Die Suche nach der Ursache gleicht der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Verständlicherweise ist das für Laien kaum nachvollziehbar. Dabei hatten die Stadtwerke Warendorf bereits großen personellen und finanziellen Aufwand für die Bekämpfung der Ursachen geleistet, nachdem im vergangenen Jahr wieder Auffälligkeiten im Wassernetz festgestellt wurden. Laut Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf, wurden neben einer vollständigen Reinigung und Desinfektion des Wasserwerks auch unterschiedliche Bauteile ausgetauscht. „Nun sind weitere Investitionen im sechsstelligen Bereich geplant, obwohl das Wasserwerk in Warendorf bereits hochmodern ausgestattet ist“, sagt Urs Reitis. Die Ursachenfindung und dauerhafte Bekämpfung hat für die Stadtwerke oberste Priorität. Gleichzeitig möchten die Stadtwerke auch den Informationsbedarf decken und hat dazu die wichtigsten Fragen und Antworten auf ihrer Internetseite zusammengefasst. Hier finden Sie nützliche Links, z. B. zur Website des Bundesumweltamtes.

Sobald die Chlorung aufgehoben wird, erfolgt eine erneute Information auf der Website der Stadtwerke Warendorf. Wann dies der Fall sein wird, kann im Vorfeld nicht gesagt werden.
Momentan werden nach wie vor täglich Wasserproben an unterschiedlichen Stellen des Wassernetzes entnommen und durch ein unabhängiges und akkreditiertes Labor untersucht, um die Ursache schnellstmöglich eingrenzen zu können. Die Ergebnisse mehrerer aufeinanderfolgender Tage müssen den Grenzwert 0 erfüllen, und da die Ergebnisse frühestens 48-Stunden nach Probeentnahme vorliegen, nimmt dieser Prozess entsprechend Zeit in Anspruch. Dennoch gilt nach wie vor: die sehr geringe Menge an Chlor, die dem Wasser zugeführt wird und von der eine noch geringere Menge tatsächlich am Wasserhahn des Verbrauchers ankommt, ist auch beim Konsum über einen längeren Zeitraum absolut unbedenklich. Gegenteilige Berichte oder Aussagen über ein generelles Verbot der Schutzchlorung sind hingegen falsch. Chlor ist gemäß der strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung ein zugelassenes Desinfektionsmittel, welches weltweit zur Anwendung kommt und in einer Dosierung von kleiner als 0,3 mg/l auch bei einem Konsum von 100 Jahren keine gesundheitlichen Auswirkungen für den menschlichen Körper hat.

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das Thema Schutzchlorung im Wasserwerk Warendorf.


Hier finden Sie Publikationen des Umweltbundesamt:

http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/bericht-des-bundesministeriums-fuer-gesundheit-des-2 
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/rund-um-trinkwasser