Stadtwerke ziehen Freibad-Bilanz.

Nach zwei wetterbedingten Verlängerungen endete am 22.09.2020 die Freibadsaison im Warendorfer Freibad Bürgerbad Emsinsel - Zeit Fazit zu ziehen. Das Bürgerbad Emsinsel war eines der ersten Bäder in der Region, welches am 21.05.2020 nach der corona-bedingten Zwangspause die Sommersaison einläuten konnte. Allen Beteiligten war natürlich klar, dass die Saison unter Corona anders verlaufen würde als gewohnt.

Ein Hygienekonzept musste erarbeitet und mit den zuständigen örtlichen Behörden abgestimmt werden, Laufwege markiert, Teilbereich des Bades geschlossen und vor allem die Besucherzahl eingeschränkt sowie die Kontaktdaten der Badegäste dokumentiert werden. Hierzu wurde ein Online-Reservierungstool auf der Homepage der Stadtwerke implementiert, was erst zu Skepsis der Badegäste führte, nach einer ersten Eingewöhnungsphase aber bei den Badegästen große Akzeptanz fand und lange Schlange an der Freibadkasse verhinderte.

Rückblickend zeigen sich Tristan Lerchner, Betriebsleiter der Warendorf Bäder, und sein Team so wie viele Besucher des Bürgerbades Emsinsel froh und dankbar darüber, dass die Durchführung der Freibadsaison überhaupt möglich war. „Es war auf jeden Fall richtig, vorsichtig in die Saison zu starten und dann im Laufe der Zeit sukzessive Lockerungen vorzunehmen“ sagt Tristan Lerchner. So konnten sich zu Saisonbeginn sowohl die Badegäste, als auch das Bäderteam auf die neue Situation einstellen und gemeinsam durch besonnenes Verhalten und Einhaltung der Auflagen, weitere Lockerung ermöglichen. Immer im Blick hatten die Stadtwerke dabei den vielen verschiedenen Nutzergruppen einen möglichst zufriedenstellenden Badbesuch zu ermöglichen.

Trotz der ganzen Einschränkungen konnten in diesem Sommer immerhin 37.205 Gäste im Bad begrüßt werden. Die Umsetzungen der Corona-Maßnahmen erforderte höhere personelle Kapazitäten und Kosten z.B. für die Anschaffung des Online-Tools, demgegenüber stehen durch die Beschränkung der Besucherzahl natürlich große Einnahmeverluste. Dennoch war es richtig und wichtig die Saison durchzuführen, so Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf GmbH.

Zum Vergleich nutzen in der Saison 2019 ca. 68.000 Besucher das Warendorfer Bad.

Da die Reduzierung der Mehrweststeuer von 7 auf 5 % für den einzelnen Badegast kaum spürbar ist, entschlossen sich die Stadtwerke Ende Juni die Eintrittspreise nicht zu senken und den Differenzbetrag der Steuersenkung an den Förderverein Bürgerbad e. V. weiterzugeben. Beispielsweise macht die Reduzierung bei einer Eintrittskarte für einen Erwachsenen zum Preis von 3,50 € lediglich 7 Cent aus. Die Badegäste trugen diese Entscheidung lobende mit, schließlich leistet der Förderverein einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zur Attraktivierung des Warendorfer Freibads. In der Vergangenheit konnten durch die Unterstützung des Fördervereins u. a. neue Strandkörbe und eine Umkleidespirale angeschafft werden. Darüber hinaus setzt der Förderverein seine Mittel auch im Rahmen von Kinderschwimmkursen in Kooperation mit den Offenen Ganztageseinrichtungen der Grundschulen ein. Dieses Angebot liegt dem Vorstand besonders am Herzen." 

Am Ende der Saison, nachdem Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis, Bäder-Betriebsleiter Tristan Lerchner und Vorsitzender des Fördervereins Roland Gierhake Bilanz zur diesjährigen Freibadsaison zogen, überreichten die Stadtwerke einen Spendencheck über 827,84 € an den Förderverein, über den Steuerdifferenzbetrag der während der Freibadsaison zustande gekommen ist. Eine weitere Spendenübergabe wird es dann Anfang 2021 geben, da die Zusage der „Differenzweitergabe“ ja für das zweite Halbjahr 2020 versprochen wurde.

 

Schecküberagabe
v.l. Tristan Lerchner, Badleiter der Warendorf Bäder, Urs Reitis, Geschäftsführer der Stadtwerke Warendorf GmbH und Roland Gierhake, Vorsitzender des Förderereins Bürgerbad e.V.